Aufruf zur Antifa-/Freiraumdemo am 14.11.09

If I can‘t dance, it’s not my rhinolution!

Für Samstag, den 14. November rufen wir zur Teilnahme an der Demo für Autonome Zentren und gegen Nazis auf. Wir werden weder den Angriffen der FaschistInnen noch den Bedrohungen durch VerwalterInnen und Exekutivorgane des Kapitalistischen Systems weichen.
Für mehr autonome Freiräume, den Nazis entgegentreten!

Demobeginn ist um 14Uhr am Schwabentor/Freiburg

Who we are

Kommando Rhino ist ein selbstverwaltetes Wagenburg-Projekt auf dem M1-Gelände in Freiburg Vauban, welches seit Mai 2009 gegen Gentrifizierung und Herrschaft besetzt wird. Wir sind ein WäglerInnenkollektiv von etwa 20 Menschen, das sich aus dem Kampf gegen die Bebauung des M1-Geländes mit einem sogenannten Green-Buisness-Center heraus entwickelt hat. Seit der Verhinderung des Großbauprojektes ist mit dem Wagenplatz Kommando-Rhino ein selbstverwalteter, antifaschistischer Freiraum entstanden. Hier wird unter Beteiligung aller Betroffenen an neuen Konzeptionen des Geländes gearbeitet sowie Subkultur, Kunst und Antikommerzielles Wohnen gefördert. Wir verstehen uns als Teil einer Bewegung für ökologische und soziale Perspektiven, gegen Kapitalismus und Rechts.

Gegen Nazis!

Nazis sind und bleiben ein Problem. Neben den regelmäßigen Großaufmärschen finden immer mehr Übergriffe und Bedrohungen durch Nazis statt. Selbst in Südbaden sind die Nazis, auch wenn zahlenmäßig unbedeutend, immer wieder als reale Gefahr zu verstehen. Die teilweise Terroristischen Pläne der Nazis konnten nur durch die Arbeit der lokalen Antifas verhindert werden. Die Politik verharmlost den aufgedeckten Bombenbau, Waffenfunde und den Anschlag auf die KTS. Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit dem Autonomen Zentrum, dass die Basis für eine effektive antifaschistische Arbeit bietet.

Für Autonome Zentren!

An vielen Orten gibt es Autonome Zentren, als Orte der Zusammenkunft linksradikaler, utopistischer und revolutionärer Strömungen. Das AZ KTS in Freiburg bietet einen solchen Raum seit nunmehr 15 Jahren und ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Auch Wagenplätze sind Orte der Vernetzung und als kulturell einzigartig-vielfältige Projekte in gewisser Weise auch als Autonome Zentren zu verstehen. Der Kampf um befreite Räume, wo Faschismus, Sexismus, Antisemitismus, Rassismus und ähnlicher Schrott keinen Platz haben, ist auch unserer Kampf.
Die jüngsten Angriffe der Stadt auf die Vereinsstrukturen der Wagenburg Schattenparker und die der KTS sind als äußerst unvorsichtige Schritte zu begreifen. Weit auf’s Eis hinaus gehen diejenigen, die Erwarten, dass die Alternativen derartigen Angriffen nichts (mehr) entgegenzusetzen hätten. Die jüngste Besetzung für ein Libertäres Zentrum in der Kirchstraße, zahlreiche linke Demos, die Besetzung des M1 Geländes und die aktive Kritik an der unsozialen Wohnpolitik zeigen, dass es in Freiburg immer noch Widerstand gegen die Verwertungslogik des Kapitalismus gibt. Es gibt eins und da sind wir uns sicher: Der Kampf für selbstverwaltete Räume wird immer weiter gehen.

Auf die Straße gegen Staat und Nazis ? Autonome Räume erkämpfen und verteidigen!

Kommando Rhino