Archiv für Januar 2010

Vauban-Parade

Initiiert von BewohnerInnen der Vauban und in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein und “Kommando Rhino” lief die Winterzauberparade am Samstag dem 30. Januar 2010, bei wirklichem Winterwetter, laut und bunt quer durch die Vauban.
Eröffnet wurde die Parade mit einer Ausstellung von drei Bildhauern und einem Maler im Kieselgarten des M1 Platzes, mit Sambamusik (Sambasta) und einer Informationsveranstaltung des Stadtteilvereins zum Thema BürgerInnenbeteiligung zur Gestaltung des M1 Geländes.
Für kulinarische Genüsse, wie Kaffe, Tee und Glühwein, sowie Waffeln für den Hunger sorgte “Kommando Rhino” im Cafe des Wagenplatzes. Nach einer Rede vom Vertreter für den Stadtteilverein Bobby Glatz und von Ulricke Schubert (UL) startete die Parade mit ca. 200 Menschen von Groß bis Klein Richtung Wendeschleife. Mit eingebunden waren ein Redebeitrag zum Thema “BürgerInnenbeteiligung” auf dem Marktplatz der Vauban und ein kleines Konzert des S.U.S.I.Chors am Ende der Strecke. Auf der Parade gab es sieben Vehikel zu bestaunen die zum Teil mit Transparenten eine aktive Bürgerbeteiligung forderten. Andere transportierten eine Musikanlage zum lauschen, Feuertonne zum wärmen oder eben auch die kleineren MitstreiterInnen . Außerdem waren auch viele Kinderwägen vertreten.

Wieder zurück im Kieselgarten folgte eine Feuershow von „Fuego Danzarun“ aus Freiburg und VoKü gab`s von der „AntiSpe“.
Abgerundet wurde der Abend mit einer Reggae Party in der Rhino-Kneipe, die in den frühen Morgenstunden ihr Ende nahm.

Danke an alle die mitgewirkt haben und bis nächstes Jahr!!!

Pressemitteilung vom 25.01.2010

Stadt sagt Gespräch mit “Kommando Rhino” wegen Teilnahme von Gemeinderäten ab!

Am Dienstag, den 21.01.2010 hätte ein Gespräch zwischen der Stadt und “Kommando Rhino” stattfinden sollen. Nach einigen Vorverhandlungen über den Rahmen des Gespräches, einigten sich beiden Parteien, die Presse nicht direkt zum Gespräch einzuladen.

“Kommando Rhino” lud für ein konstruktives Gespräch eine Anwältin, zwei Vertreter aus dem Gemeinderat (Coinneach Mc Cabe, Atai Keller), einen Vertreter des Stadtteilvereins Vauban (Bobby Glatz) und eine Vertreterin der SUSI ein. Hierauf teilte die persönliche Referentin des OB, Annette Schubert, mit, dass unter diesen Bedingungen der OB nicht am Gespräch teilnehmen werde.

Wir haben bewusst zwei Gemeinderäte und unsere Anwältin eingeladen, um rechtlich und kommunal politisch abgesichert zu sein. Die weiteren Gesprächsteilnehmenden, waren auch schon bei dem Gespräch mit der Stadt am 7. Oktober 2009 anwesend.

Sehr kurzfristig teilte die Stadt heute morgen mit, der Rahmen sei unpassend für ein konstruktives und verbindliches Gespräch und ließ den Termin platzen. In dieser Mail wurde weder auf einen neuen Termin eingegangen, noch die Beweggründe der Stadt näher erläutert.

“Ich verstehe nicht, weshalb die Anwesenheit zweier Gemeinderäte dem konstruktiven Verlauf des Gespräches im Wege stehen?” sagt B. Setzer vom Wagenkollektiv “Kommando Rhino” “Uns ist unklar, warum der zuvor telefonisch bestätigte Termin nun aufgrund einer nicht nachvollziehbaren Aussage abgesagt wird. Die Stadt hat in ihrer
Einladung zu diesem Gespräch keinen Rahmen vorgegeben, gegen den wir verstoßen hätten können, behauptet dies aber in ihrem heutigen Schreiben.”

Wir sind immer noch gesprächsbereit und fordern die Stadt zu einem neuen Dialog auf, um eine Lösung für das Wagenkollektiv zu finden.
 
 
 
Medienberichte

Die Badische Zeitung zum abgesagten Gespräch:
Wagenburg wird vorerst nicht geräumt (22.01.2010)

Pressemitteilung Stadt Freiburg (22.01.2010)

Die Freiburger FDP findet in „tv südbaden“ eine Plattform für ihre Kritik daran, dass M1 vorerst nicht geräumt wird: http://tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=2107&showNews=631748

Offener Brief der GAF

Die Gemeinderäte der Grünen Alternative Freiburg haben heute folgenden Brief verfasst:

Forderung nach Kehrtwende in städtischer Wagenplatzpolitik -
Stadt räumt Versäumnis ein

Aufruf zum Winterzauber

Am 30. Januar laden die BewohnerInnen des Stadtteils und Kommando Rhino zum Vauban WinterZauber ein.
Geplant sind ein Umzug durch die Vauban und allerlei Veranstaltungen, bei denen der Stadtteil sich mit all seinen Gesichtern zeigt. Mit diesem Straßenfest demonstrieren die BewohnerInnen des Stadtteils, was sie von den Bebauungsplänen der Stadt am Paul-Modersohn-Platz halten, ohne hinreichende Beteiligung des Stadtteils und der AnwohnerInnen. Das Zugeständnis der Stadt an den Stadtteilverein Vauban in der Jury des Architektenwettbewerbes für die Bebauung des MI1- Geländes mit nur einen Vertreter in der Jury zu sein, ist uns und den BewohnerInnen zu wenig und bedeutet de facto keine wirkliche Bürgerbeteilung bei der Gestaltung des Geländes. Die Vorgaben für die Bebauung sind von der Stadt festgelegt, ohne die Wünsche der AnwohnerInnen zu berücksichtigen. Das „großzügige“ Angebot der Stadt den Architektenbüros zu gestatten, die geplante Bebauungsdichte um 15% zu unterschreiten, ist kein Zugeständnis sondern Augenwischerei um in der Öffentlichkeit gut dazustehen.

Mit dem Winter Zauber wollen wir alle BürgerInnen motivieren, die Pläne der Stadt nicht einfach so hin zu nehmen.

Wer laut ist, wird gehört!
Verleiht dem Stadtteil eine Stimme und beteiligt Euch an einem unvergesslichen Erlebnisr im Vauban.

Alle die mitmachen wollen, treffen sich am Di. 19 Januar 2010 um 20.00Uhr im Susi-Cafe!
Oder melden sich schriftlich unter: vaubanwinterwahnsinn[at]gmx[dot]de

RDL-Interview

Radio Dreyeckland, 14. Januar 2010:

Wie geht’s weiter mit Kommando Rhino auf M1?

Bericht von der Demo – Pro-Rhino-Stimmung im Stadtteilverein – anstehende Gespräche mit der Stadt – Kulturveranstaltungen auf Kommando Rhino

Gespräch mit der Stadt am 14. Januar

Kommando Rhino informiert:

Wir werden den Termin am 14.01.2010 mit der Stadt Freiburg aus Krankheitsgründen nicht wahrnehmen können.

Wir wollen den Kontakt aufrechterhalten und haben unsererseits einen neuen Termin für dieses Treffen vorgeschlagen. Wenn die Stadt diesen bestätigt, werden wir darüber informieren. Zu diesem Treffen werden wir erneut einige Stadträte und die Presse einladen.

Wir erwarten von diesem kommenden Gespräch, dass es mehr ist, als eine bloße Informationsveranstaltung von Seiten der Stadt. Wir fordern einen wirklichen Dialog über die Frage nach mehr selbstverwalteten Wagenplätzen, sind uns aber bewusst, dass dies in dieser Gesprächskonstellation nicht möglich sein wird.

Deshalb fordern wir von der Stadt weiterhin, sich konstruktiv mit uns und unseren Forderungen auseinanderzusetzen.

- Für mehr selbstverwaltete Wagenplätze -

(der Termin wurde auf den 21. Januar verlegt und auch schon von der Stadt bestätigt.)

Räumt die Straßen, nicht die Plätze!

Pressemitteilung vom 10.01.2010

Am 9. Januar fand in der Freiburger Innenstadt eine Demonstration für den Erhalt von „Kommando Rhino“ statt.

Etwa 250 Menschen haben am Samstag zusammen mit „Kommando Rhino“ in der Freiburger Innenstadt für mehr selbstverwaltete Wagenplätze demonstriert. Die Demo verlief erfolgreich und friedlich. Der Demonstrationszug zog durch die Kaiser-Joseph-Straße zum Rathaus, über den „Platz der Alten Synagoge“ ins Grün und später in die Vauban. Mit
dabei waren unter anderem ein kreativ gebautes „Rhino-Mobil“, weitere fantasievolle Wägen und viele bunte Transparente. An mehreren Punkten der Strecke waren Redebeiträge zu hören und es wurden Flyer verteilt.

Unsere Situation auf dem „M1″-Gelände hat sich nicht verändert. Wir sind akut räumungsbedroht, ohne zu wissen wo wir unterkommen können, wenn wir geräumt werden.

Am 14. Januar treffen wir uns mit der Stadt zu einem Gespräch, von dem wir nicht wissen, was uns erwarten wird.
(Der Termin wurde auf den 21. Januar verschoben.)

Der Standpunkt der Stadt steht fest: „Es wird in Freiburg keine weiteren Wagenplätze mehr geben“. Auch der Gemeinderatsbeschluss von 1996 der besagt, dass es „keine weitere Duldung von Wagenburgen auf städtischem Gelände“ geben wird, erleichtert eine schnelle und für alle Beteiligten angemessene Lösung nicht. Die von der Stadt
favorisierte Lösung mit einem Wagenplatz auf Privatgelände ist für uns nach wie vor keine Möglichkeit. Wir vertrauen der Stadt nicht, dass wir auf diesem Weg in absehbarer Zeit einen neuen, selbstverwalteten Wagenplatz bekommen.

Wir fordern die Stadt auf, sich ernsthaft mit uns zu beschäftigen und uns eine angemessene Zwischenlösung zur Verfügung zu stellen.

Desweiteren fordern wir eine generelle Zwischennutzung von leerstehenden Plätzen für WagenbewohnerInnen.

Außerdem fordern wir nach wie vor eine wirkliche Beteiligung der BewohnerInnen der Vauban am Planungsprozess zur Bebauung des „M1″-Geländes.

Für mehr selbstverwaltete Wagenplätze!
Kommando Rhino bleibt!