„Stadtgespräch“ – Pressemitteilung vom 8.2.2010

Am Freitag, den 5. Februar 2010, gab es erneut den Versuch mit der Stadt ein Gespräch zu führen.

Die Stadtverwaltung lud das Wagenkollektiv “Kommando Rhino” zu einem Gespräch ins Bilderzimmer des Rathauses ein.
Dies hat jedoch nicht stattgefunden, denn schon auf dem Flur wurde über die Gesprächsrahmenbedingungen diskutiert.

Nach nicht einmal zehn Minuten verließ der OB Herr Dr. Salomon den Ort, wodurch er deutlich machte, dass das Gespräch mit ihm nicht mehr stattfinden werde. Nach weiteren zehn Minuten war Klar, dass heute kein Dialog möglich sein wird.


Zur fachlichen Unterstützung und Beratung haben wir unsere Anwältin und einen Sachverständigen mitgebracht. Für die Stadt waren diese Rahmenbedingungen für ein Gespräch undenkbar.

Die Anwesenheit von Bobby Glatz, der sowohl als sachverständiger Berater für “Kommando Rhino” und auch in seiner Rolle als Stadtteilvertreter, von uns zum Gespräch eingeladen wurde, war von Seiten der Stadtverwaltung nicht erwünscht.
Auch über die zu besprechenden Themen herrschte, obwohl zuvor deutlich kommuniziert, Uneinigkeit.

Für uns war die Diskussion über eine Zwischennutzung des M1 Geländes, also eine Koexistenz neben dem Expo-Themenpark, von Bedeutung, da nicht nur wir, sondern auch viele BewohnerInnen der Vauban und der Stadtteilverein dies für wünschenswert halten.
Die Stadt hingegen wollte darüber nicht mit uns reden und berief sich auf einen Beschluss des Gemeinderates, der eine Koexistenz ausschließe.

Ein weiteres Thema unsererseits war die längst überfällige Einrichtung eines WäglerInnenkomitees. Dadurch wäre es möglich eine zukünftige Gesprächsbasis für Freiburger WäglerInnen und Stadtverwaltung zu schaffen. Doch auch auf dieses Thema wurde von Stadtseite nicht eingegangen.

Wie zu erwarten, wollte die Stadt ein Informationsgespräch zu den Standorten eines neuen Wagenplatzes mit uns führen. Uns jedoch war es wichtig, dass dieses Treffen ein konstruktives Gespräch wird und keine reine Informationsveranstaltung.
Auf dieser Grundlage konnten und wollten auch wir das Gespräch nicht führen.

Mit der Stadtverwaltung wurde damit verblieben, sich Ende Februar wieder zu treffen und dann explizit über die möglichen Standorte zu sprechen. Dies ist jedoch nicht das was wir wollen! Wir sind dennoch auf diesen Vorschlag der Stadt eingegangen, um unsere, immer noch bestehende, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren.

Weiterhin fordern wir:
- neue selbstverwaltete Wagenplätze in Freiburg
- die Zwischennutzung des M1-Geländes, also eine Koexistenz
un­se­res Wa­gen­platz­kol­lek­tivs mit dem Expo- Themenpark
- die Gestaltung des M1-Geländes den in der Vauban lebenden Menschen
zu überlassen
- mit Hilfe eines WäglerInnenkomitees die Situation aller in Freiburg in Wagen lebenden Menschen zu verbessern

Und wollen mit der Stadtverwaltung darüber diskutieren, anstatt nur eine möglichst schnelle, unkomplizierte Lösung für unser Wagenkollektiv zu finden.

Für mehr selbstverwaltete Wagenplätze und Solidarität!
 
 
Radio Dreyeckland:
Gespräch zwischen „Kommando Rhino“ und Stadt Freiburg geplatzt (8.2.2010)