Archiv für Juni 2011

Aktionsmonat im Juli

AKTION AKTION AKTION !!!

Aktionsmonat Übersicht :

1. Juli: Der Kieselgarten wird zum Actioncamp. Für mehr Wägen wird Platz geschaffen ( dennoch begrenzter Platz )

13.-17. Juli: Recht auf Stadt Tage

15. Juli: KUKA & Rhino bleibt Nachttanzdemo

23. Juli: Die große Rhino Antiräumungsdemo mit anschließender DIY-Woche

29.-31. Juli: Rhino wird 2 Jahre großes Jubiläumsfestival

Wir laden euch ein, den vielleicht letzten Monat auf Rhino mit zu gestalten:

Im Kieselgarten soll ein Actioncamp entstehen, also bringt euere Zelte mit. Für mehr Wägen wird Platz geschaffen und für jegliche Art der Infrastruktur ist gesorgt.

Jeden Mittwoch um 19.00 Uhr wird es ein offenes Plenum, sowie Infoveranstaltungen geben, bei denen ihr euch alleine oder in Kleingruppen einbringen könnt. Es gibt viel zu tun!

So beginnen am 13.7. die „Recht auf Stadt Tage“, bei denen wir natürlich mit verschiedensten Aktionen auf unsere Situation aufmerksam machen wollen. Auch dezentrale Solidaritätsaktionen sind ein hilfreiches Mittel.

Am 15.7 dann werden wir unseren Unmut gemeinsam auf die Strasse tragen. Zusammen mit dem KUKA der PH rufen wir auf zur KUKA-RHINO Bleibt -Nachttanzdemo.

Aber damit lange nicht genug, nur ein Wochenende darauf, am Sa., den 23.7. gibt es dann die große Rhino Antiräumungsdemo. Bewusst benutzen wir die Bezeichnung Demonstration anstatt Parade, damit es diesmal nicht zu Missverständnissen kommt. Bildet Bezugsgruppen und last den Alk zuhause. Damit es uns nach der Demo nicht langweilig wird, seit ihr alle eingeladen, die von uns zur Verfügung gestellten Resourcen zu nutzen, um aus der letzten Juliwoche eine DIY-Woche zu machen.

Beenden werden wir den Rhino bleibt Aktionsmonat dann mit dem 2 jährigen Jubiläum des Politischen Kunst-, Kultur- und Wagenkollektives, das wir ausgiebig mit verschiedenen Bands, DJ`s, Küfa, Feuertonne, Kinderprogramm und vielen mehr vom 29. – 31. Juli Feiern wollen.

 
Sollte es nicht soweit kommen, weil die Bullen und die Stadt uns vorher Räumen, rufen wir zur Tag X & 2 Demo auf. Diese Beginnt dann um 18.00 Uhr am Bertoldsbrunnen.

 
Um euch im Notfall (plötzliche Räumung) so schnell wie möglich zu erreichen, wurde ein sms Verteiler eingerichtet.
Ruft einfach unter folgender Nummer an: 0176/39032200; lasst kurz Anläuten und euere Nummer ist gespeichert.

Auf diese Weise ist das Kollektivieren wohl am einfachsten.

Dass wir vertraulich damit umgehen und nachher alle Nummern unwiderruflich gelöscht werden, versteht sich von selbst.
 
Also raus mit dem Zelt und ab zum Rhino Actioncamp ! Solidarität ist eine Waffe !! Rhino bleibt !!!
Rhino Bleibt!

und noch eine…

Die autonome Sport- & Bastelgruppe hat auch eine Solierklärung geschrieben, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

We love Rhino and we´ll fight for it!We love Rhino and we´ll fight for it!

Solidarität mit dem räumungsbedrohten Kunst-, Kultur- und Wagenkollektiv Kommando Rhino
Angesichts der angedrohten Räumung (Ende Juli 2011) von Kommando Rhino im Freiburger Stadtteil Vauban möchte auch die ASB nicht schweigen. Wir werden für Rhino kämpfen, das ist sicher. An dieser Stelle möchten wir erklären, warum.

Innerhalb der durchkapitalisierten gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen wir alle gezwungen sind zu leben, halten wir es für absolut notwendig einen kreativen Gegenstandpunkt zu etablieren, der entgegen der Verwertungslogik versucht, Rücksicht auf die Bedürfnisse der Menschen zu nehmen. Kommando Rhino ist für uns ein solcher Gegenstandpunkt.

Ganz offensichtlich gibt es das Bedürfnis in Wägen zu leben. Ein Grund hierfür könnte die katastrophale Wohnraumpolitik der Stadt Freiburg sein, die auf Verdrängung und „Aufwertung“ setzt, statt auf bezahlbaren Wohnraum und gesellschaftliche Heterogenität. Ein anderer, der Wunsch nach einer solidarischen Lebensweise angesichts eines gesellschaftlichen Klimas der Kälte, der Ausgrenzung und der Diffamierung sozialer Gruppen. Die Motive sind vielfältig und wir möchten keinem die Berechtigung absprechen.

Es ist nicht das mangelnde Interesse an alternativen Lebensformen, das jene zu einer Randerscheinung der Gesellschaft werden lässt. Vielmehr sind es repressive Umgangsformen in einer Gesellschaft, die sich selbst nach den Bekenntnissen zu Freiheit und Demokratie noch immer als eine ausschließende und intervenierende, denn als eine um Integration und Unterstützung bemühte, konstituiert.

Die Stadt Freiburg ist nicht bereit, die Bedürfnisse ihrer BewohnerInnen anzuerkennen. Statt einen Lebensraum für über 30 Menschen zu erhalten bzw. die Rhinons bei der Suche nach anderen Stellplätzen zu unterstützen, will sie ein angeblich Stadtimage-förderndes Hotel auf das M1 Gelände bauen lassen. Die Bürger an der Gestaltung des Platzes zu beteiligen war offensichtlich geheuchelt. Wir kritisieren dieses Verhalten und fordern ein rasches Überdenken der bisherigen Politik.

Warum soll es in einer angeblich demokratischen Gesellschaft nicht möglich sein, zu wählen wie Mensch leben möchte? Warum setzt unsere angeblich so grüne Stadt Freiburg auf eine gewaltsame Verdrängung statt auf eine soziale Lösung des Konflikts?

Es gibt nicht nur ein Recht auf Leben – und damit war ursprünglich das Recht auf ein würdiges Leben gemeint – sondern auch ein Recht auf Stadt. Dieses Recht ist nicht abhängig von der Rechtslage (die je nach Bedarf ausgelegt wird und keineswegs so eindeutig ist, wie manche versuchen es darzustellen), sondern von dem Willen, es zu ermöglichen.

Wir wollen eine Stadt, in der die Möglichkeit sich zu entfalten nicht vom Geldbeutel abhängt. Die auf aktiver Mitgestaltung und nicht auf Ausgrenzung beruht. In der die Medien unsere Bedürfnisse nicht totschweigen oder sich darauf beschränken Polizeimeldungen paraphrasiert wiederzugeben. In der die „bürgerliche Mitte“ mal anfängt darüber nachzudenken, ob sie sich wirklich an demokratische Grundsätze hält oder sich nicht schon längst ins Fahrwasser pseudorationaler Argumentation begeben hat.

Rhino ist für uns ein Experimentierfeld gemeinschaftlichen Zusammenlebens, ein Treffpunkt für Erfahrungsaustausch und gemeinsame Erlebnisse, einer der schönsten Orte in Freiburg.

Wir kämpfen für Rhino, weil Rhino Hoffnung und Inspiration gibt. Weil wir Lebensraum brauchen. Weil wir diesen Ort, an dem einfach alles ein bisschen anders ist, erhalten wollen.

Kurzum: We love Rhino and we´ll fight for it!

autonome Sport-& Bastelgruppe

Solibekundung der Reitschule Bern

Kommando Rhino bleibt – Solidaritätsbekundung der Reitschule Bern

Mit Freuden erfuhren einige von uns 2009 von der Besetzung des M1-Geländes in Freiburg. Einerseits weil Wagenplätze wichtig sind um bereits im Hier undJetzt ein Wohnen abseits von Mietdiktat und sozialer Vereinzelung zu ermöglichen, andererseits weil der Name und dessen Bezug zum 2007 geräumten Rhino in Genf ein schönes Zeichen antinationaler Solidarität ist.

Nun teilt ihr uns mit, dass ihr akut Räumungsbedroht seit; eine Nachricht, welche uns mit Wut und Trauer erfüllt, nicht jedoch mit Verwunderung. In Zeiten des weltumspannenden Kapitalismus versuchen sich Städte mit Stadtteilaufwertung im Standortwettbewerb zu behaupten und alternative Lebensformen sind nunmal weder besonders lukrativ noch passen sie ins Bild einer Postkartenvorzeigestadt. Somit müssen Wagenplätze und besetzte Häuser stetig befürchten irgendwelchen profitorientierten Überbauungen weichen zu müssen, genau wie sogenannt „Randständige“ dauernd Gefahr laufen aus den Innenstädten weggewiesen zu werden. Die wenigen Oasen im Meer kapitalistischer Städteaufwertung hingegen, denen es gelang sich zu etablieren, müssen befürchten, durch Institutionalisierung und von aussen aufgedrängte Probleme zugrunde zu gehen oder zu Zoos für alternative Gesellschaftsformen zu verkommen. Doch wenn wir eines nicht sind und niemals sein wollen, dann ist dies bequem. Nichts weniger streben wir an, als eine fundamentale Veränderung der Gesellschaft, weg von Konkurrenzdenken und Nationalismus, hin zu Freiheit, Solidarität und Selbstverwaltung.

Um für diese Ziele zu kämpfen und bereits im Hier und Jetzt Alternativen aufzubauen und zu leben, sind wir gerne und mit Überzeugung Dornen im Fleisch“unserer“ selbstgefälligen Städte und deren Regierungen. Denn Freiräume werden nicht erbettelt sondern erkämpft. In diesem Sinne:

Die herrschenden Verhältnisse auf die Hörner nehmen! Finger weg von
Wagenplätzen und besetzten Häusern, ob in Freiburg oder sonstwo!

Yuppiesierung einstampfen!

Solidarische Grüsse Reitschule Bern

Solierklärung der AAZA

Die Autonome Antifa Zürich Aberland hat für uns eine
Solierklärung geschrieben.

So­li­da­ri­tät mit dem Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ in Freiburg!​

Seit fast 2 Jah­ren wird das M1-​Ge­län­de im Frei­bur­ger(D) Stadt­vier­tel Vau­ban von den Be­woh­ner_in­nen und Un­ter­stüt­zer_in­nen des Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ be­setzt.
Es ist ein selbst­ver­wal­te­ter Raum mit ca. 30 Wägen und ihren Be­woh­ner_in­nen, ein Café und Räume für In­fo­ver­an­stal­tun­gen, Kon­zer­te und Aus­stel­lun­gen ent­stan­den.
Wäh­rend sich der Stadt­teil­ver­ein Va­baun mit dem Wa­gen­platz so­li­da­ri­siert und, wie das Wa­gen­kol­lek­tiv „Kom­man­do Rhino“, eine Be­tei­li­gung der (An)Woh­ner_in­nen an der Pla­nung der Ein­gangs­flä­che des Vier­tels for­dert, will die Stadt­ver­wal­tung das Ge­län­de an die Stadt­bau GmbH ver­kau­fen. Es soll als In­fo­park für die Expo in Shang­hai ge­nutzt und schließ­lich mit Ei­gen­tums­woh­nun­gen und Ho­tels be­baut wer­den.
Ge­ne­rell solle es auf städ­ti­schem Ge­län­de keine wei­te­ren Wa­gen­plät­ze mehr geben.
Dem Wa­gen­platz, als al­ter­na­ti­ve Wohn­form, selbst­ver­wal­te­ter Raum und Ver­net­zungs­punkt im Vier­tel, droht die po­li­zei­li­che Räu­mung und die Be­schlag­nah­mung der Wägen.

Wir so­li­da­ri­sie­ren uns mit dem räu­mungs­be­droh­ten Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ und un­ter­stüt­zen den „Kampf um ein Er­satz­ge­län­de, Frei­räu­me und die Le­ga­li­sie­rung un­se­rer Wohn­form“ (aus dem Auf­ruf der Rhi­nos).
Durch die Be­set­zung des Ge­län­des brin­gen die Be­woh­ner_in­nen und Un­ter­stüt­zer_in­nen das „Recht auf Stadt“, al­ter­na­ti­ve Wohn- und Le­bens­for­men und au­to­no­me Räume in die Aus­ein­an­der­set­zung um Stadt­ent­wick­lung ein.
Statt ka­pi­ta­lis­ti­scher Stadt­um­struk­tu­rie­rung und an­ony­mi­sier­tem Woh­nen wün­schen wir uns viele po­li­ti­sche Wohn-, Kunst-​, Kul­tur-​ und Wa­gen­kol­lek­ti­ve.

So­li­da­ri­tät mit dem Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ in Freiburg!

Intergalaktischer Solidaritäts-Aufruf der P.H.A *

Juggle and Struggle for Kommando Rhino!

Intergalaktischer Solidaritäts-Aufruf Für den Erhalt der Wagenburg Kommando Rhino
Nach zweijähriger Besetzung des M1-Geländes auf Freiburg-Vauban steht ab dem 31. Juli 2011 die polizeiliche Räumung der Wagenburg Kommando Rhino an. Wir rufen dazu auf sich an den vielfältigen Aktionen zum Erhalt des Kunst-, Kultur und Wagenkollektivs zu beteiligen. Kommt nach Freiburg, für die Verteidigung eines einmaligen selbstverwalteten Wohnprojektes!

Im Mai 2009 sollte unter Beteiligung des Genfer Investors Michael Schröder das Green-Business Center auf dem Eingangsgelände des Öko-Modellstadtteils Vauban enstehen. Umweltaktivist_innen, Anwohner_innen und Freiraumaktivist_innen besetzten das Gelände um ein Zeichen gegen das für Freiburg so typische „greenwashing“ zu setzten. Grüner Kapitalismus ist und bleibt ein Lüge, denn auch in der grünwählenden Schwarzwaldcity bleibt soziale Ausgrenzung die Handlungsmaxime der wirtschaftlichen und parlamentarischen Eliten.

In Anlehnung an das 2007 unter Schröders Beteiligung geräumte besetzte Haus Rhino in Genf gründete sich im Frühsommer das Wagenkollektiv Rhino, dass seit dem Scheitern der Bebauungspläne des Platzes auf dem M1 Gelände residiert. Rund 40 Menschen und Tiere leben dort in LKW und Bauwägen, die ehemalige Werbetafel des Bauprojektes wurde zu einer Kneipe umgebaut. Weitere Gebäude wie eine Volxküche, eine Sauna und ein Pavillon im so genannten Kieselgarten entstanden im Laufe der Zeit. Das Green Business-Projekt scheiterte aufgrund politischer und ökonomischer Schieflagen. Die Stadt verkaufte daraufhin das Gelände an die Gemeindeeigene Wohnbaugesellschaft Freiburger Stadtbau (FSB) um es anderweitig gewinnbringend zu vermarkten.

Zu keinem Zeitpunkt wurden die Bedürfnisse der Anwohner_innen berücksichtigt. Auch eine „grüne Gemeinde“ scheißt auf die reale Beteiligung der Betroffenen. Grundsätzlich wird den Bedürfnissen der Menschen nach günstigem oder unentgeltlichem Raum zum Leben und sich entfalten kein Platz gegeben, hier wie anderswo. In Freiburg zeigt sich dies an der Verhinderung eines selbstverwalteten Jugendzentrums, allseits steigenden Mieten, gezielter Verdrängung prekarisierter Teile der Bevölkerung und Streichungen in sozialen und kulturellen Bereichen. In den letzten Jahren intensivierte sich die Organisierung in vielen Stadtteilen, um der Verdrängungslogik entgegenzuwirken. Häuser wurden besetzt – und größtenteils geräumt – Mietstreiks (mit teilweise Erfolgen) und Demonstrationen zum Thema Gentrification häuften sich. Dem begegnet der Staat mit Repression.

Auf Kommando Rhino wird für uns zumindest in Teilen die Vision einer Alternative zur herrschaftsüberfrachteten und allgegenwärtigen Verwertungssystematik gelebt. Hier konnte günstiger Wohnraum geschaffen, kulturelles Potential gefördert und Selbstverwaltung gelebt werden. Seit Jahren verwehrt sich die Stadtverwaltung – wie könnte es im Kapitalismus anders sein – auf die Bedürfnisse aller Bewohner_innen auf der Vauban einzugehen. Vielmehr wird dem globalen Standard der Stadt als Unternehmen nachgeeifert, darin ist die Vauban ein ausreifendes Stück Betongold mit grünem Anstrich und eine anarchistische Wagenburg mehr als ein Dorn im Auge.

Wir appellieren nicht an ihr Drecksvertretungs- und Profitsystem, sondern glauben an Dezentralität, Autonomie und Solidarität. Wir werden der drohenden Räumung mit aller Entschlossenheit entgegentreten! Kommt nach Freiburg, unterstützt Kommando Rhino!

Merke: Am Tage schlafen Nashörner, aktiv sieht man sie in der Dämmerung und Nachts. Sie greifen in der Regel jeden an, der ihnen unwohlwollend zu nahe kommt…

Kommando Rhino bleibt!

Plätze. Häuser. Alles.* – Juni 2011

* Kampagne für die Verteidigung und den Aufbau autonomer Freiräume

Check:

rhino.blogsport.de

annefreiburg.blogsport.de

linksunten.indymedia.org

SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG

Aus Tübingen gibt es einen Soli-Aufruf, der von unterstützenden Gruppen mit unterzeichnet werden kann.

Solidarität mit dem räumungsbedrohten Wagenplatz -Kommanda Rhino-

Seit fast 2 Jahren wird das M1-Gelände im Freiburger Stadtviertel Vauban von den Bewohner_innen und Unterstützer_innen des Wagenplatz „Kommando Rhino“ besetzt.
Es ist ein selbstverwalteter Raum mit ca. 30 Wägen und ihren Bewohner_innen, ein Café und Räume für Infoveranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen entstanden.
Während sich der Stadtteilverein Vabaun mit dem Wagenplatz solidarisiert und, wie das Wagenkollektiv „Kommando Rhino“, eine Beteiligung der (An)Wohner_innen an der Planung der Eingangsfläche des Viertels fordert, will die Stadtverwaltung das Gelände an die Stadtbau GmbH verkaufen. Es soll als Infopark für die Expo in Shanghai genutzt und schließlich mit Eigentumswohnungen und Hotels bebaut werden.
Generell solle es auf städtischem Gelände keine weiteren Wagenplätze mehr geben.
Dem Wagenplatz, als alternative Wohnform, selbstverwalteter Raum und Vernetzungspunkt im Viertel, droht die polizeiliche Räumung und die Beschlagnahmung der Wägen.

Wir solidarisieren uns mit dem räumungsbedrohten Wagenplatz „Kommando Rhino“ und unterstützen den „Kampf um ein Ersatzgelände, Freiräume und die Legalisierung unserer Wohnform“ (aus dem Aufruf der Rhinos).
Durch die Besetzung des Geländes bringen die Bewohner_innen und Unterstützer_innen das „Recht auf Stadt“, alternative Wohn- und Lebensformen und autonome Räume in die Auseinandersetzung um Stadtentwicklung ein.
Statt kapitalistischer Stadtumstrukturierung und anonymisiertem Wohnen wünschen wir uns viele politische Wohn-, Kunst-, Kultur- und Wagenkollektive.

Solidarität mit dem Wagenplatz „Komando Rhino“!

Unterzeichner_innen:

Wohnprojekt Hegel 7
Wohnprojekt Lu15
Infoladen Tübingen
Wohnprojekt Schellingstraße (AK PuK)
Kulturschock Zelle

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SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG

UL für ein Rhino-Wagenplatz–Gelände

Die Unabhängigen Listen unterstützen die Forderung der Rhinos nach
Bereitstellung eines städtischen Geländes bis Ende Juli. Dann will
nämlich die Stadtbau das bis heute im Stadtteil umstrittene
„Stadthaus Vauban“ auf dem Gelände M 1 im Vauban bauen.Die
Unabhängigen Listen kritisieren die blockierende Haltung der
Stadtverwaltung, die zur polizeilichen Räumung und Beschlagnahmung von
Wagen und damit absehbar zu Repression und Eskalation führen wird.

Es ist längst an der Zeit, dass Stadtverwaltung und
Gemeinderatsmehrheit dieser offenen und liberalen Stadt
selbstorganisierte Wohnformen auch in Wagen akzeptieren und
entsprechende Bedingungen für deren Siedlung schaffen. Dazu bedarf es
nicht mehr als städtische Grundstücke zur Pacht anzubieten, damit junge
Leute alternative Lebensformen entwickeln und mit gleichen Rechten und
Pflichten wie alle BürgerInnen in Freiburg leben können – Tübingen ist
beispielhaft dafür.

Kunstwerkstätten, Ausstellungen oder Konzerte nichtkommerzieller Art
des Wagenplatzes Rhino tragen nach Auffassung von Stadträtin Ulrike
Schubert zu einer Bereicherung des Stadtlebens bei.

Ulrike Schubert