u-asta solidarisiert sich mit Kommando Rhino

Stellungnahme zur der aktuellen Situation der Wagenburg auf dem M1 Gelände:

Niemand stellt „die Wagenburgen mehr grundsätzlich in Frage. Und das ist gut so!“, postulierte Salomon im Wahlkampf 2002. Heute, ein paar Jahre später, ist der Wagenplatz „Kommando Rhino“ auf dem M1 im Vauban akut räumungsbedroht. Seit knapp zwei Jahren ist dieser Platz von etwa 30 Menschen besetzt, die sich dort niedergelassen haben um alternative Lebens- und Wohnmodelle zu praktizieren. Nun sollen die BewohnerInnen einer Mischung aus Hotel und Luxus-Eigentumswohnungen weichen.

Weder auf den Versuch der WäglerInnen eine gemeinsame Lösung zu finden noch auf Vorschläge des Stadtteilvereins Vauban, ist die Stadt eingegangen. Stattdessen soll in Form des als „Betonriegel“ verschrieenen Gebäude ein Konzept realisiert werden, welches gegen die ursprünglichen Bauauflagen verstößt. Die Zukunft der WäglerInnen ist dabei ungewiss. Die Lösungsvorschläge der Stadt beschränken sich darauf, dass sich die BewohnerInnen auf den bestehenden Wagenplatz der Schattenparker am Stadtrand verteilen, ihre Wohnform aufgeben oder am besten gleich nach Spanien auswandern (zu letzterem wurden die Schattenparker einst
aufgefordert). Die Politik der Stadt zielt offensichtlich darauf ab die WäglerInnen aus dem Stadtbild zu tilgen und an den Stadtrand zu drängen.

Obwohl ein Großteil der BewohnerInnen des Stadtteils den Bau des Gebäudekomplexes ablehnt und die öffentliche Nutzbarkeit des Platzes beibehalten will, will die Stadt das alternative Wohnprojekt aus ihrem Vorzeige-Stadtteil beseitigen.

Wir als u-asta der Uni Freiburg, solidarisieren uns mit den WäglerInnen und unterstützen den Kampf gegen diese Art von Gentrifizierung und neoliberale Stadtentwicklung, für bezahlbaren Wohnraum und alternative Gesellschaftsformen, für soziale Gerechtigkeit! Gegen die Kriminalisierung von Wagenburgen, für eine generelle Gleichberechtigung anderer Wohnformen!